19. Januar 2026
Nachruf auf Jochen Motte
Als Mitglied des Beirats Zivile Krisenprävention und Friedensförderung der Bundesregierung seit Anbeginn hat er dessen Arbeit über 20 Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt. Jochen Motte trat 1992 in den Dienst der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) und leitete viele Jahre den Arbeitsbereich Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Seit 2006 war er 15 Jahre lang stellvertretender Generalsekretär der VEM.
Jochen Motte setzte sich vor dem Hintergrund seiner reichen internationalen Erfahrung mit großer Überzeugung, fachlicher Tiefe und persönlichem Engagement für die Verteidigung und Stärkung der Menschenrechte ein. Dieses Anliegen durchzog sein gesamtes berufliches Wirken und floss konsequent in seine Arbeit im Beirat sowie in den Dialog mit der Bundesregierung ein. Dabei ging es ihm nie nur um politische Konzepte, sondern stets um die konkreten Auswirkungen auf das Leben von Menschen in Krisen- und Konfliktregionen.
Jochen Motte war auch ein langjähriges Mitglied des Koordinationskreises des Forums Menschenrechte und hat in seiner Funktion dort nachhaltige Strukturen für den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Parlament und Bundesregierung etabliert. Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk, das über 50 deutsche Nichtregierungsorganisationen vereint, um Menschenrechte in der Politik zu verankern.
Wir haben Jochen Motte als klaren, zugewandten und verlässlichen Kollegen erlebt, der mit Haltung, Ruhe und großer Integrität argumentierte. Sein Rat war geschätzt, sein Einsatz verbindlich, sein Blick immer auf das Wesentliche gerichtet. Er war ein geschätzter Berater, Mentor und Freund für viele. Wir danken Jochen Motte für sein Lebenswerk, seine Vision und sein unerschütterliches Engagement.
Sein Tod hinterlässt eine große Lücke und sein Elan, für das einzutreten, war er für richtig hielt, wird uns sehr fehlen. Wir werden Jochen Motte in dankbarer Erinnerung behalten.