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14. Mai 2021

Öffentlicher Brief: Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan – Afghanische Ortskräfte in Sicherheit bringen

Der Beirat Zivile Krisenprävention unterstützt den Aufruf der Initiative zur Unterstützung der Aufnahme afghanischer Ortskräfte

Beiratsmitglied Winfried Nachtwei hat mit weiteren Engagierten die Initiative zur Unterstützung der Aufnahme afghanischer Ortskräfte gegründet.

Ehemalige Diplomat:innen, Angehörige der Bundeswehr und über 80 Erstunterzeichner:innen, darunter Dr. Kira Vinke für den Beirat Zivile Krisenprävention, fordern in einem offenen Brief von der Bundesregierung die Aufnahme afghanischer Ortskräfte.

Der Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan hat begonnen und soll voraussichtlich Anfang Juli 2021 beendet sein. Das Bundesverteidigungsministerium hat erklärt, dass es in der Abzugsphase zu einer größeren Gefährdung der Soldatinnen und Soldaten kommen könne. Medien zitierten unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht des Auswärtigen Amtes und des Bundesverteidigungsministeriums, dass die Bundesregierung eine weitere erhebliche Verschlechterung der Sicherheitslage nach dem Abzug erwarte. Während die Truppe unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen längst bei den Vorbereitungen zur Rückkehr ist, wachsen die Befürchtungen der afghanischen Ortskräfte, die oft viele Jahre für die Bundeswehr, die deutsche Polizeiausbildungsmission, diplomatische Missionen und die staatlichen Zwecke der Entwicklungszusammenarbeit u.a. tätig waren – als Dolmetscherinnen und Dolmetscher, qualifiziertes Fachpersonal, Wachleute und Hilfskräfte. Sie fürchten um ihre Sicherheit und ihr Leben – wie auch um das ihrer Familienangehörigen.

Die Initiative fordert eine unbürokratische und schnelle Aufnahme der Betroffenen in Deutschland parallel zum Abzug.

Den Aufruf mit den detaillierten Forderungen und den 80 Erstunterzeichner:innen finden Sie hier:

  • Autor:innen

    Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

    Beiratsmitglied
    Winfried Nachtwei

Arbeitsvorhaben