Zum Hauptinhalt

Arbeitsvorhaben

Wirkungsanalyse des deutschen Afghanistan-Engagements

Ein Jeep der Bundeswehr fährt durch das Flüchtlingscamp Bareik in Kabul, Afghanistan.
picture alliance / Sodapix AG / DiemerSteffen
Deutschland war im Rahmen unterschiedlicher militärischer, polizeilicher, humanitärer, entwicklungs- und friedenspolitischer Engagements zwanzig Jahre in Afghanistan aktiv. Angesichts des Abzuges der Bundeswehr setzt sich der Beirat Zivile Krisenprävention verstärkt dafür ein, dieses umfassende Engagement zu analysieren und zu bewerten, um daraus Schlussfolgerungen für zukünftige Engagements in Konfliktländern zu ziehen.
Wirkungsanalyse des deutschen Engagements in Afghanistan

Seit zwanzig Jahren sind deutsche Soldat:innen, Polizist:innen und ziviles Personal in Afghanistan aktiv. Die Bundeswehr war im Rahmen der Missionen International Security Assistance Force (ISAF) und Resolute Support (RS) vor Ort. In Laufe der zwanzig Jahre waren ca. 160.000 deutsche Soldat:innen in Afghanistan im Einsatz.

Das bilaterale German Police Project Team unterstützte mit zeitweilig bis zu 200 Polizist:innen an den Standorten Kabul, Mazar-e-Sharif und Kunduz den Aufbau der afghanischen Polizei.

Im Rahmen der afghanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und zivilgesellschaftlichem Engagement waren dutzende Organisationen in Afghanistan aktiv, davon etliche bis heute.

Der Beirat Zivile Krisenprävention setzt sich dafür ein, dass dieses vielfältige Engagement, die erreichten Ziele und Misserfolge, umfassend und unabhängig analysiert und bewertet werden. Hierzu erarbeitet eine AG des Beirats gerade eine differenzierte Empfehlung.

Afghanische Ortskräfte

Das vielfältige deutsche Engagement in Afghanistan wäre ohne die hunderten Ortskräfte undenkbar gewesen. Mit dem Truppenabzug sind sie an Leib und Leben bedroht. Die Bundesregierung trägt gegenüber den ehemaligen Ortskräften eine Schutzverantwortung, die unbürokratisch realisiert werden muss.